Geschäftsprozessmanagement

Erfolgsgeheimnisse.

Mit «Operational Excellence» und einer konsequenten digitalen Transformation der Organisation wandelte sich Henkel zu einem der dynamischsten Unternehmen der Welt. CFO Carsten Knobel gab Einblicke.  

Vor vier Jahren stellte der Henkel-CFO Carsten Knobel gemeinsam mit dem damaligen CEO Kasper Rorsted anspruchsvolle Umsatz- und Gewinnziele in Aussicht – unter anderem eine zehnprozentige Steigerung des Gewinns pro Aktie. Diese Prognosen wurden verwirklicht, manche Ziele schon 2015 erreicht. Henkels Geschäft brummt. Die Aktie befindet sich auf einem Höhenflug.

Wie hat das Henkel-Management das geschafft? Über einige Hintergründe berichtete CFO Carsten Knobel auf dem diesjährigen «Congress der Controller» in München. Er betonte zwei Faktoren: zum einen das Konzept der «Operational Excellence», einer allumfassenden Optimierung und Ausrichtung aller Unternehmensprozesse auf Kundenbedürfnisse, Qualität und Effizienz; zum anderen eine Digitalstrategie.

Bei der «Operational Excellence» stellte Knobel vier Initiativen heraus: die Verschlankung der End-to-End-Prozesse, der Ausbau der Shared Services, das globale Sourcing und der Umbau von Gesellschaften und Systemen.  

Als Konsequenz sank die Zahl der Zulieferer um rund 40 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der Mitarbeiter in den internationalen Shared Service Centern auf mehr als 3'000 an – ein Jahr früher als geplant. Alle Produktions-, Logistik- und Einkaufsaktivitäten Henkels sind unter dem Dach einer einheitlichen weltweiten Supply Chain-Organisation zusammengefasst, mit dem Hauptsitz in Amsterdam.

Den zweiten Faktor, die digitale Transformation, stellte der Henkel-CFO unter dem Schlagwort «Digitized Enterprise» vor. Das Finance Dashbaord zum Beispiel verfügt über einen webbasierten Zugang, ist mobil verfügbar und liefert individualisierbare Reports. Es enthält  Drilldown-Funktionen und erlaubt vielfältige Simulationen. «Ein interaktives und intuitives Front-End gewährleistet eine einfache Handhabung», sagte Knobel.

Und die Erstellung des Jahresabschlusses 2016 ging dank eines globalen IT-Tools, einer konsequenten Automatisierung und einer zentralen Prüfungsdokumentation so schnell wie bei keinem anderen DAX-Konzern: Die Dauer sank um 50 Prozent auf nur noch 20 Tage.


Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net 
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