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Konflikte bei der Digitalisierung.

Die Digitalisierung in den Unternehmen kommt nur mühsam voran. Eine Ursache dafür ist laut einer Studie der Managementberatung Horváth & Partners, dass es häufig keine eindeutigen Zuständigkeiten für das Thema Digitalisierung gibt. 58 Prozent der Entscheider beklagen Konflikte bei der Zuordnung, wer verantwortlich ist. Der Grund: Organisatorische Anpassungen kommen häufig zu kurz. 43 Prozent der Unternehmen haben Aufgaben und Zuständigkeiten im Zuge der Digitalisierung nicht neu justiert. Für die Studie „Digitalisierung – Der Realitäts-Check“ wurden rund 200 Unternehmensentscheider aus unterschiedlichen Branchen befragt.

In jedem dritten Unternehmen liegt der Studie zufolge die Hauptverantwortung formal entweder beim CEO oder beim CIO. Nur vier Prozent der Unternehmen haben für das Megaprojekt der digitalen Transformation ein eigenes Ressort des Chief Digital Officer geschaffen. Zwei von drei Entscheidern signalisieren verstärkten Zeitdruck, weil der digitale Umbau zusätzlich zu den übrigen Aufgaben gestemmt werden muss. In 49 Prozent der Unternehmen kommt es zu Verwirrungen und verlängerten Abstimmungsschleifen, weil sich zwei oder mehrere Personen das Thema Digitalisierung zu Eigen machen. Das bringt die Unternehmen in große Schwierigkeiten.

„Es ist zu erkennen, dass Unternehmen den digitalen Wandel vor allem als technische Angelegenheit sehen und dabei das organisatorische Pflichtenheft und das Change Management vernachlässigen“, sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners. Dabei stecken in Fragen wie ‚Wer darf die Lorbeeren der Digitalisierung ernten und die Gewinnerthemen besetzen?‘ und ‚Wer wird zum Zuarbeiter degradiert?“ jede Menge Zündstoff. „Ungesteuert stören diese Konfliktherde den Umbau unnötig. Eine Kommunikations- und Veränderungsstrategie sowie eine organisatorische Umstrukturierung mit klaren und zielkonformen Zuschnitten von Kompetenzfeldern sollten deshalb wesentliche Teile jeder digitalen Agenda sein“, so der Experte.

Ein derart dezidierter Masterplan fehlt vielfach: Fast in jedem zweiten Unternehmen ist das Vorgehen des digitalen Umbaus nicht definiert. Darüber hinaus behindern häufig starre Strukturen die Digitalisierungsprojekte. „Unternehmen sind oftmals streng hierarchisch, funktional, in Silos organisiert. Die Digitalisierung stellt diese Organisationsformen nun auf den Prüfstand und fordert die Unternehmen beispielsweise, neue Formen der Zusammenarbeit zu probieren und zu etablieren“, betont Zierhofer. 

Der Studienbericht kann gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro über die Website www.horvath-partners.com/digitalisierungsstudie bestellt werden.

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net 
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